Die Wirte des HMO

 

Wenn anlässlich des 50-jährigen Bestehens ein Rückblick getan wird, darf auch ein wesentlicher Punkt nicht fehlen: die Übungs-Lokale unseres Orchesters, von denen einige einen ganz wesentlichen Platz in unserem Vereinsleben einnahmen.

 

Am Anfang wurde im Vereinslokal der Abt. St. Georg des AWV in der Böckmannstrasse geprobt und von dort zog man um in die „Sängerbörse“ in die Anckelmannstrasse. Als dort ein neuer Wirt das Orchester nicht übernehmen wollte, hieß es mal wieder: umziehen.

 

Zu Anfang 1936 zog das Orchester mit seinem Besitz mit Herbert Balzers Lastwagen in das Vereinslokal der Abt. Barmbek im AWV um (Bachstrasse/Ecke Mozartstrasse). Hier fand man in Wilhelm Lars einen Wirt, der aus den gleichen Kreisen kam wie die Mitglieder des Orchesters. Das persönliche Verhältnis zwischen dem Orchester und dem Wirtsehepaar Erna und Wilhelm Lars war sehr gut, man fühlte sich hier wie zu Hause. Leider machten die Bombenangriffe 1943 allem ein Ende und der ganze Besitz des Orchesters ging in Flammen auf.

 

1945 wurde ein Neubeginn gemacht. Es wurde in der Schule Meerweinstrasse ein Klassenraum für die Proben gefunden. Da aber die Schule

um 22 Uhr spätestens geräumt sein musste und so ein persönliches Gespräch und gemütliches Beisammensein nach der Probe nicht möglich war, sah man sich erneut nach einem anderen Raum um.

1947, als der Verein als „Hamburger Mandolinen-Orchester“ neu gegründet wurde, hatte man das Lokal Eckhoff am Rübenkamp gefunden.

Bald wurde es hier aber für die größer gewordene Mitgliederzahl zu klein.

 

 

 

 

 

 

Ca. 1948-1952 fand das Orchester eine neue Bleibe in der Baracke des „Häuslerheims“ bei Hein Boie. Hier verbrachte das Orchester gute Jahre und manches Fest wurde hier gefeiert. Als Hein Boie die Leitung des „Häuslerheims“ abgab, wollte sein Nachfolger das Orchester nicht mehr aufnehmen.

1952 fanden wir ein neues Übungslokal im Produktionsblock Lohkoppelstrasse/Schleidenstrasse bei Alfred Bruns, der dann 1954 sein Lokal an Robert Mause übergab.

 

Hier bei Robert Mause, der viele der Mitglieder schon aus früheren Zeiten kannte, fanden wir ein echtes Zuhause, und wir haben hier wohl mit die schönsten Jahre des Orchesters erlebt. 18 Jahre sind wir bei Elli und Robert Mause geblieben, bis er sein Lokal aufgab und der Nachfolger Goldbach den Raum anderweitig nutzen wollte und uns ziemlich kurzfristig kündigte.

 

Ende 1972 fanden wir nach einem kurzen „Gastspiel“ im Vereinslokal des AWV am Alten Teichweg eine neue Bleibe im „Ponton“ an der Saarlandstrasse. Es wurde hier bald für unser größer gewordenes Orchester zu eng, und wir suchten wieder einmal nach einer neuen Bleibe.

Durch einen Glücksfall fanden wir im Festsaal/Speisesaal des Pflegeheims Oberaltenallee Ende 1973 einen sehr schönen Übungsraum. Hier

fühlen wir uns heute noch wohl.

 

Zu unseren Wirtsleuten hatten wir immer einen guten Kontakt. Es ging überall sehr familiär zu. Durch unsere Musik und unsere Lieder zogen wir stets viele Leute an. Sie hörten uns gerne zu und forderten uns oft zu manchem Lied auf.

 

Herta und Erika Seiffert, 1978 (50 Jahre HMO)