Die Kontakte des HMO

 

Unser Orchester kann bisher auf ein bewegtes, spannendes Musikleben zurückblicken.

Darüber dürfen wir aber nicht die vielen kleinen musikalischen Aufführungen und Mitwirkungen vergessen, die in jedem Jahr zustande kommen.

Auf lange Sicht gesehen, finden wir immer wieder die gleichen Veranstalter oder Auftraggeber, die uns um musikalische Vorträge bitten.

Dabei denken wir im wesentlichen an den Touristenverein „Die Naturfreunde“, den Blindenverein Hamburg, den Bahrenfelder Turnverein. Wir denken an die Darbietungen für das Senator-Neumann-Heim, die Arbeitsgemeinschaft für freie Wohlfahrtspflege in Rahlstedt und das Pflegeheim Oberaltenallee. Wir erinnern uns auch an die 1. Mai -Feiern für die Arbeiter beim Wiederaufbau von Helgoland 1953/54, an die Sonnenwendfeiern

beim AWV in Warwisch. Außerdem erwähnenswert sind die musikalischen Vortrage für die SPD in Eppendorf und die „Produktion (Pro)“ im Audimax, die Jubiläumsveranstaltungen für die Arbeiter-Wohlfahrt und die Büchergilde Gutenberg.

Dem Volkskulturverband Hamburg verdanken wir viele Mitwirkungen auf der Freilichtbühne im Stadtpark und die „Schirmherrschaft“ der ersten Audimax-Veranstaltungen. Und sicherlich wäre noch manches andere zu nennen.

 

Die Verbindungen zu den meisten dieser Vereine und Organisationen rühren noch her aus jenen schweren Jahren wirtschaftlicher Not und

Einengung politischer Freiheit. Die Verbindungen entstanden aus dem Solidaritätsempfinden der Arbeiterschaft. Sie wurden von den

Mitgliedern unseres Orchesters gepflegt und durch langjährige persönliche Freundschaften gestärkt.

Proben und Aufführungen für diese Vereine und Organisationen haben sehr wesentlich zur Intensivierung der Orchesterarbeit beigetragen und die Mitglieder mit dem musikalischen Vortrag auf der Bühne vertraut gemacht.

Und natürlich dürfen wir nicht übersehen, dass die so eingespielten Geldbeträge unserer Orchesterkasse wohl anstehen, oder wie in

früheren Notzeiten den Spielern als Erstattung von Fahrgeldern zu Gute kamen.

 

Kontakte anderer Art, jedoch nicht weniger fest, bestehen seit vielen Jahren zu Chören, zu Tanzgruppen und zu unserem langjährigen Freund Otto Mohr. Der Singkreis Otto Tenne, Die Niederdeutsche Singschar, die Ballettschule Eva Carstens,  De Plummenschürrer und der Ring für Heimattanz mit den „Ellerbekern“ sind uns allen ein Begriff. Hier stehen sich jedoch nicht Auftrag und Ausführung gegenüber, sondern der harmonische Ablauf einer gemeinsamen Darbietung steht im Vordergrund. Vom Orchester wird Einfühlungsvermögen und Anpassungsfähigkeit verlangt, um gemeinsam einen guten Erfolg zu erzielen.

 

Durch den Beitritt des Orchesters in den „Bund Deutscher Zupfmusiker“ werden die Kontakte zu anderen Zupforchestern enger. Das geschieht vornehmlich durch die Probenarbeit im Landesverband und bei Mitwirkungen auf den Bundesmusikfesten.

 

Schließlich ist noch jener wichtige Kontakt zum Hamburger Konservatorium in Blankenese zu nennen. Durch die Lehrtätigkeit unseres Dirigenten Herbert Balzer an dem Institut wird dem Orchester wertvolle Musikliteratur angeboten, das Musikverständnis der Spieler erweitert sich und im Musizieren wird eine Qualität erreicht, wie sie nicht in jedem Laienorchester selbstverständlich ist.

 

Richard Zimmermann, 1978 (50 Jahre HMO)