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Gedichte

Mandoline

 

Sie, die klimpern auf den Saiten,
Und die Schönen, welche lauschen,
Tauschen matte Höflichkeiten,
Wo die grünen Zweige rauschen.

Tircis und Aminte sind es,
Auch Clitander darf nicht fehlen.
Damis, um manch spröden Kindes
Herz mit zartem Reim zu stehlen.

Ihrer langen Schleppen Seide,
Ihre Westen, ihre glatten,
Ihre Feinheit, ihre Freude,
Ihre weichen, blauen Schatten

Wirbeln, wo der Mond verdüstert
Ros’ger bald erscheint, bald grauer,
Und die Mandoline flüstert
In des Abendwindes Schauer.

 

Paul Verlaine
Aus der Sammlung Schäferfeste